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30.09.2018

Auch ein Kevin ist für etwas zu gebrauchen

TG entscheidet Herzschlagfinale gegen Schlangen für sich (26:25)

Mit dem Schlusspfiff bildete sich eine Jubeltraube um den Schützen des goldenen Tores, welches der TG den dritten Sieg im vierten Spiel der Bezirksliga bescherte: Niklas-Kevin Beermann erzielte quasi mit der Schlusssirene das entscheidende 26:25 für die Zuckerstädter in einer lange Zeit ausgeglichenen Partie gegen den VfL Schlangen.
Trainer Köckeritz musste auf Ben Azzouz, Dudler und Zishart verzichten, forderte von seiner Mannschaft aber nichtsdestotrotz eine Reaktion auf die Niederlage der vergangenen Woche in Schloss Neuhaus. Wie schon in den zurückliegenden Jahren entwickelte sich gegen den Gast aus Schlangen eine absolut ausgeglichene Partie, das 7:7 nach 15 Minuten war da nur folgerichtig. Die TG fand im Mittelblock nicht immer die richtige Abstimmung und auch das Rückzugsverhalten stimmte nur in den seltensten Fällen. Vorne im Angriff stimmte zwar die Qualität der erspielten Torchancen, die Effektivität in der Ausnutzung ließ allerdings streckenweise zu Wünschen übrig. Da aber auch die Gäste keine spielerische Offenbarung auf die Platte legte, gingen beide Mannschaften bei ausgeglichenem Spielstand in die Kabinen (12:12).
Der Fokus der Traineransprache richtete sich an die Deckungsformation der Zuckerstädter. Hier war in Sachen Abstimmung und Aggressivität noch reichlich Spielraum nach oben. Für das Angriffsspiel forderte er die Ansage klarer Spielkonzepte und noch mehr Überzeugung im Abschluss.
Die Lagenser waren nicht in der Lage, alle Vorgaben postwendend umzusetzen und erlaubten Schlangen die nächste 2-Tore-Führung. In der Folge gelang aufgrund einiger Ballgewinne in der Defensive und klaren Abschlüssen im Angriff die Aufholjagd: Bis in die Schlusssekunden war der Spielstand ausgeglichen, mit 15 verbleibenden Sekunden nutzte Köckeritz sein Timeout, um den finalen Spielzug anzusagen. Und seine Männer lieferten ab! Nach einer Auftakthandlung im Rückraum und gezieltem Durchstoßen auf Außen fand Yannick Beermann seinen Bruder Niklas-Kevin am Kreis, der die Kugel nervenstark versenkte (26:25).
Köckeritz zum Spiel: „Enge Spiele gegen Schlangen sind wir gewohnt, heute hatten wir das glücklichere Ende. Trotzdem glaube ich, dass der Sieg für uns in Ordnung geht, weil wir das Stück variabler waren und in den richtigen Momenten kühlen Kopf bewahrt haben“.
Tore für die TG: N. Beermann 5, Ebner 5, N. Borris 5/3, Hoppe 4, R. Borris 4, Kunze 3
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